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Český svaz ochránců přírody
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Karlovarský kraj
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Lázně Františkovy Lázně a. s.
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Turistické Infocentrum Františkovy Lázně

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Basalte sind Ergusssteine, die bei der vulkanischen Aktivität entstehen, indem heiße Lava auf der Erdoberfläche rasch abgekühlt wird. Ihre Farbe ist grau bis schwarz. Basalte bilden meistens sog. Lavaströme, Kuppen, vulkanische Brekzien oder Tuff. In den Basaltkuppen, die ihrer Größe wegen langsamer abgekühlt werden, entstehen bei der Schrumpfung der Lava Risse, die den Basalt in Säulen gliedern. Die Basaltmasse enthält kleine Kristalle verschiedener Minerale, z. B. von Pyroxen, Feldspat, Magnetit oder vom grünen Olivin.

Basalte werden auch im Egerland abgebaut – in Liebenstein (Libá) als Baumaterial für Eisenbahn- und Straßenbau und bei Schloppenhof (Slapany) als Rohstoff für die Herstellung von Schmelzbasalt. Der Basaltkies wird auf etwa 1250°C erhitzt und die geschmolzene Masse wird in Formen gegossen. So entstehen Fliesen, Pflastersteine oder Rohre von hoher Festigkeit und Abriebbeständigkeit. Ein Beispiel davon ist der schwarze Bodenbelag vor dem Ausstellungspavillon.

Verschiedene Basalte bilden den durch Goethe berühmt gemachten Kammerbühl (Komorní hůrka) bei Franzensbad. Dieser Basaltvulkan ist mit seinem Alter von ungefähr 250 000 Jahre einer der jüngsten Vulkane in Tschechien. Eine prächtige Szenerie bieten die als „Basalorgel“ bekannten Basaltsäulen bei Rothau (Rotava) im Erzgebirge.

Granit ist ein magmatisches Gestein, das in der Tiefe erstarrt ist. Das glühende Magma ist aus den tiefen Partien der Erdrinde durch andere Gesteine aufgestiegen und durch seine Abkühlung ist es wenige Kilometer unter der damaligen Erdoberfläche erstarrt. Da es zu sehr langsame Abkühlung kam, hatten die einzelne Minerale nacheinander (je nach ihrem Schmelzpunkt) genug Zeit für ihre Kristallisation. So können wir heute im Granit mit bloßem Auge Körner vom grauen Quarz, weißen oder rosa Feldspathen, glänzende Schuppen vom hellen oder dunklen Glimmer und winzig kleinen Körner von Amphibol, Turmalin oder Erzminerale sehen.

In einigen Graniten haben sich unter spezifischen Umständen ungewöhnlich große Kristalle von Feldspat entwickelt. Ein Beispiel dafür sind die Einsprenglinge vom rosa Feldspat im Reichenberger Granit im Isergebirge. In unserer Nähe (Falkenau – Elbogen –Karlsbad) befinden sich sogar Einsprenglinge von Doppelkristalle vom Feldspat Orthoklas - die Karlsbader Zwillinge.

Die Granitmassive werden meistens Pluton genannt. Im hiesigen Nordwestrand des Egerbeckens steigt der Fichtelgebirgspluton oberhalb der Linie Libá (Liebenau), Hazlov (Haslau), Plesná (Fleißen) aus dem Becken heraus. Aber der Granit zieht sich auch unter den Ablagerungen, z. B. unter dem Naturschutzgebiet Soos.

In der Vergangenheit wurde der Fichtelgebirgsgranit in Steinbrüchen abgebaut. Granitblöcke wurden in der Steinmetzproduktion verwendet, wie es bis unlängst im Steinbruch zwischen Lipná (Lindau) und Hazlov (Haslau) der Fall war.

Durch die Verwitterung der Granite haben sich die Feldspate in Kaolinit verwandelt. Solche kaolinisierte Granite, besonders in der Karlsbader Region, werden nach ihrer Aufbereitung (Schlämmung) als Rohstoff für die Erzeugung von Karlsbader Porzellan gefördert. 

Quarz entsteht in der Natur in verschiedenster Art. Quarz kristallisiert von den höchsten  Temperaturen (Körner in den vulkanischen Gesteinen) über mittlere Temperaturen (in den Quarzgängen) bis zu niedrigen Temperaturen (in verkieselten Bäumen und Fossilien auf der Erdoberfläche).

Quarz ist der ungekrönte König unter den Mineralen. Er gehört zu den häufigsten Mineralen in der Erdrinde, wo er mit etwa 12 % vertreten ist.

Da der Quarz in der Natur auch sehr stabil ist, das heißt, er verwittert in andere  Mineralarten weder durch chemische Witterung, noch durch Hitze oder Druck wie die meisten andere Minerale. Seine mechanische Verwitterung begrenzt sich auf einen Zerfall auf kleinere Bruchstücke oder Abrundung. Deshalb finden wir den Quarz fast überall.

Quarz bildet oft sichtbare Bestandteile der magmatischen Gesteine (z. B. Granit), der metamorphen Gesteine (z. B. Gneis) und der Sedimente (z. B. Sand, Geröll, Sandstein). Er ist auch in den organischen Ablagerungen vertreten, z. B. in den abgestorbenen Lebewesen mit verkieselten Schallen, Pilznageln im Tonmergel oder Kieselalgen in Kieselgur. Quarz füllt Risse in der Erdrinde und so entstehen Quarzgänge.

Quarz kann viele Gestalten haben. Er kann wunderbare Kristalle bilden, wie der Bergkristall, violetter Amethyst, gelber Zitrin, grüner Prasem, brauner Rauchquarz oder schwarzer Morion. Die Farben werden durch Beimischungen anderer Elemente im Strukturnetz des Quarzes oder durch die radioaktive Bestrahlung verursacht.

Man kann auch nicht kristallisierte Quarzvarietäten finden, z. B. Rosenquarz, grün und braun funkelnde Aventurin oder blaugraue Chalzedon. Seltsame Quarzarten sind die  Katzenaugen, Falkenaugen und Tiegeraugen, die mit Eisenoxid gefärbt sind und mit Fasern aus Amphibol (Krokydolit) durchgewachsen sind. Manche farbigen Varietäten des Quarzes sind  Edelsteine oder Halbedelsteine und werden für Schmuck bearbeitet.

Anderes Mal durchdrängt die kolloidale Kieselsäuredie  Baumstämme in den sedimentären Schichten. Mit der Zeit versteinen die Hölzer. Solche verkieselten Baumstämme heißen Araukarit. In ihren Hohlräumen haben sich Bergkristall, Rauchquarz oder Chalzedon gebildet.

Auch der „gewöhnliche“ weiße und graue Quarz findet nach seinem  Zermahlen oder Schmelzen in vielen Industriebranchen Verwendung, besonders bei der Erzeugung von Glas, Porzellan, Keramik, Glasfaserstoff, Farbfüllungen oder Wasserglas. Der Quarzsand und Kies werden im Bauwesen im jedem Beton und Märtel gebraucht.

Etwa  12 km von hier entfernt,  oberhalb der Gemeinde Hazlov (Haslau), befindet sich der Böhmische Quarzwall, bzw. sein Segment - die Felsengruppe Goethova skalka (Rommersreuther Schweiz).  Die Felsen bestehen aus reinem Gangquarz und wurden einst für die lokalen Porzellanwerke gefördert.

Andere Quarzsteinbrüche befinden sich etwa 50 km entfernt, bei  Tatrovice (Dotterwies) in der Umgebung von Chodov (Chodau). Dort wurde weißer Gangquarz bis 1955 für die Karlsbader Porzellanwerke abgebaut. Heute wird für die Porzellanherstelllung weißgrauer Quarzsand  aus der Lagerstätte Velký Luh (Klinghart), etwa 10 km von hier weg, benutzt. Dieser Sand ist durch Verwitterung des Fichtelgebirgsgranits entstanden. 

Phyllite gehören in die Gruppe der metamorphen Gesteine. Ursprünglich waren es klastische Sedimente. Als Phyllite werden Kristallinschiefer bezeichnet, die überwiegend aus feinkörnigem Quarz, Feldspat und Serizit bestehen. Sie können auch graugrünen Chlorit, Magnetit, Graphit, Pyrit, Amphibol und andere Minerale enthalten.

Phyllite entstehen durch Ablagerung feiner Partikel von Gesteinen, die aus den umliegenden Bergregionen in ein Sedimentbecken (meistens Meer) mit Wasser transportiert wurden. Die Schluff- und Tonablagerungen häufen sich schichtenweise auf und werden durch ihr eigenes Gewicht von Wasser getrennt. Der Druck vom hangenden Bergmassiv, die Spannung, Faltung und Hitze haben das weiche Sediment in Phyllit umgewandelt. Aus dem weichen Tonmineralen sind Glimmerschuppen (Serizit) entstanden, während Quarz und Feldspat ziemlich unverändert geblieben sind. So ist der harte Schiefer entstanden.

Phyllite unterscheiden sich durch ihre Feinkörnigkeit, schieferige Struktur, Spaltung und charakteristischen seidigen Glanz, der von feinen Schuppen aus dem Glimmer Serizit verursacht wird.

Die Phyllite wurden oft gefaltet. Ihre dünne Schichten wurden durch den Gebirgsdruck gekrümmt. In den Bögen (Antiklinalen) einzelner Falten wurden die Risse oft mit weißem Quarz gefüllt.

Für die häufige graue bis schwarze Färbung einiger Phyllite ist die Beimischung von feinem Graphit, ursprünglich organischem Staub, verantwortlich. Dagegen grünliche Phyllite enthalten grüne Minerale aus der Chloritgruppe.

Einige Phyllite werden als Dachschiefer verwendet, dank ihrer Feinkörnigkeit, Festigkeit und dünner parallelen Schieferung.

Die nahesten Aufschlüsse von gefaltetem Phyllit sind unter der Egerer Burg zu finden. Phyllite wurden in der Vergangenheit in der Gegend zwischen Luby (Schönbach) und Kraslice (Graslitz) als Dachschiefer abgebaut.

Serpentinit gehört in die Gruppe der metamorphen Gesteine. Seine Umwandlung aus dem Peridotit durch Serpentinisierung ist mit Hilfe von Wasser und Hitze geschehen.

Der Name Serpentinit kommt aus dem lateinischen Wort serpens = Schlange, dank seiner graugrünen Farbe  und verschiedenen farbigen Flecken und Adern, die an eine Schlangenhaut erinnern.  Gewöhnlich ist der Serpentinit aus der Mineralgruppe Serpentin gebildet. Aus der ursprünglichen Mineralzusammensetzung der Peridotite sind manchmal noch Reste von Olivin, Pyroxen und Granat (Pyrop) zu beobachten. Mancher Serpentinit enthält auch Chromit, Magnetit und Adern von Asbest und Magnesit.

Im nahen Kaiserwald befindet sich das Marienbader Gesteinskomplex aus basischen bis ultrabasischen Gesteinsarten, die früher ein Teil der ozeanischen Erdrinde waren. Aus der Tiefe wurden die Gesteine durch tief reichende Bruchzonen zur Erdoberfläche gepresst.

Das ultrabasische Magma ist in der Tiefe zuerst als Peridotit erstarrt. Bei seinem Aufstieg zur Erdoberfläche wurde das magmatische Gestein auf Serpentinit umgewandelt. Heute kann man Serpentinit  in den Felsengruppen zwischen Mnichov (Einsiedl) und Prameny (Sangerberg) oder bei Nová Ves (Neudorf) bei Petschau sehen. Bei der Verwitterung des Serpentinits löst sich viel Magnesium auf, welches die umliegenden Böden und Wässer bereichert. Das wirkt auf die Zusammensetzung der Mineralwasserquellen, z. B. wird hier das Mineralwasser „Magnesia“ abgefüllt.

Aus den Wiesen und Wäldern ragen Felsen empor, wo man ungewöhnliche Pflanzenarten finden kann, die nur auf den Serpentinit wachsen, z. B. auf dem Felsl Dominova skalka oder auf dem Hügel Křížky (Dreikreuzberg).

Der Serpentinit wurde im 19. Jahrhundert in der Region für die hiesigen Schleifereien gefördert. Hier wurden Ziergegenstände gefertigt, wie Dosen, Vasen, Tafeln und Saum der Marienbader Mineralwasserquellen.

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